Social Business Model Canvas

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Fürs Erste stehen nun alle wichtigen Grundlagen für eure Social Business-Idee fest. Doch wie sieht euer Geschäftsmodell aus, und welche sozialen Aspekte müssen noch berücksichtigt werden, damit eure Idee einen nachhaltigen Impact haben kann?

Das Social Business Model Canvas (SBMC) ist ein nützliches Werkzeug zur Strukturierung und Darstellung sozialer Geschäftsmodelle. Es besteht ebenfalls aus neun Bausteinen, jedoch mit einem stärkeren Fokus auf sozialen Mehrwert, soziale Wirkung und gesellschaftliche Zielsetzungen. So kann das Unternehmen sowohl wirtschaftlich als auch sozial erfolgreich sein und einen positiven Einfluss auf die Gemeinschaft haben.

Hier sind die neun Bausteine des SBMC und wie sie funktionieren:

  1. Gesellschaftliche Herausforderung: Welche gesellschaftliche Herausforderung geht ihr mit eurer Idee an?

  2. Gesellschaftliche Veränderung: Welche gesellschaftliche Veränderung bewirkt ihr durch eure Idee?

  3. Lösung: Wie bewirkt euer Angebot gesellschaftliche Veränderung? Was genau verbessert sich für eure Kund:innen?

  4. Schlüsselaktivitäten: Worauf kommt es an, damit eure Idee so funktioniert, wie sie funktionieren soll? Was genau müsst ihr machen, damit ihr euer Geschäftsmodell umsetzen könnt?

  5. Schlüsselpartner:innen: Wer sind die Schlüsselpartner:innen? Wer sind die Schlüssellieferant:innen?

  6. Kund:innengruppen: Welche Kund:innen und/oder Nutzer:innen möchtet ihr erreichen?

  7. Kund:innenbeziehung: Welche Beziehung möchtet ihr zu euren Kund:innen aufbauen? Wie geht ihr dabei vor?

  8. Kanäle: Wie erreicht ihr die einzelnen Kund:innengruppen? Welche Kanäle sind kostengünstig zu bespielen? Inwiefern sind diese Kanäle Teil des normalen Tagesablaufs der Kund:innen?

  9. Einnahmequellen: Was sind eure Kund:innen bereit zu zahlen? Wie bezahlen sie? Wie viel trägt jede Einnahmequelle zum Gesamtumsatz bei?

  10. Kostenstruktur: Welche Fixkosten habt ihr? Welche variablen Kosten habt ihr? Welche Schlüsselaktivitäten sind am teuersten?

Das Social Business Model Canvas bietet eine klare und strukturierte Methode, um soziale Geschäftsmodelle zu entwickeln, zu diskutieren und zu optimieren. Es hilft, den sozialen Mehrwert und die wirtschaftliche Tragfähigkeit in Einklang zu bringen, und unterstützt euch dabei, euren sozialen Impact messbar und nachhaltig zu gestalten.

Beispiel:

1. Gesellschaftliche Herausforderung:

Viele Jugendliche aus sozial schwachen Familien haben keinen Zugang zu Bildung und Ausbildungsplätzen, was zu geringeren Berufschancen führt.

2. Gesellschaftliche Veränderung

Bessere Bildungschancen für benachteiligte Jugendliche, Förderung von Chancengleichheit und Unterstützung auf dem Weg zu einem selbstbestimmten Leben.

3. Lösung

Ein Mentorenprogramm, das Jugendlichen hilft, ihre schulischen Leistungen zu verbessern, berufliche Fähigkeiten zu entwickeln und Zugang zu Ausbildungsplätzen zu erhalten.

4. Schlüsselaktivitäten

  • Durchführung von kostenlosen Nachhilfestunden in Schulen oder online.

  • Organisation von Workshops zur beruflichen Orientierung und Lebenskompetenzen.

  • Vernetzung der Jugendlichen mit lokalen Unternehmen für Praktika.

5. Schlüsselpartner

  • Schulen, die an dem Programm teilnehmen.

  • Lokale Unternehmen, die Praktikumsplätze anbieten.

  • Freiwillige Mentoraus der Gemeinde.

6. Kund:innengruppen:

  • Benachteiligte Jugendliche, die Unterstützung in der Schule benötigen.

  • Schulen, die ihren Schülerzusätzliche Ressourcen anbieten möchten.

  • Unternehmen, die an sozialer Verantwortung interessiert sind.

7. Kund:innenbeziehung;

  • Persönliche Betreuung durch Mentor.

  • Regelmäßige Treffen, um Fortschritte zu besprechen und Unterstützung zu bieten.

  • Gemeinschaftliche Events, um ein Netzwerk aufzubauen.

8. Kanäle

  • Flyer und Plakate in Schulen und Jugendzentren.

  • Soziale Medien, um das Programm bekannt zu machen.

  • Informationsveranstaltungen in der Gemeinde.

9. Einnahmequellen

  • Spenden von Einzelpersonen und Unternehmen.

  • Zuschüsse von Stiftungen, die Bildungsinitiativen unterstützen.

  • Möglicherweise kleine Teilnahmegebühren für Workshops (auf Spendenbasis).

10. Kostenstruktur

  • Fixkosten: Miete für Schulungsräume, Materialkosten für Workshops.

  • Variable Kosten: Werbung, Verpflegung für Veranstaltungen.

  • Teuerste Schlüsselaktivitäten: Durchführung von Workshops und Schulungen.

Aufgaben für dieses Kapitel 💪

Weekly Report Vorlage

Seid ihr bereits mit eurem Produkt am Markt? Wenn nein, was hindert euch daran?
[Eure Antwort]
Was habt ihr diese Woche unternommen, um euer Startup voranzubringen?
[Eure Antwort]
Was sind eure 1-3 Ziele für die kommende Woche?
[Eure Antwort]
Habt ihr derzeit Schwierigkeiten, die euch am Fortschritt hindern?
[Eure Antwort]
Habt ihr Fragen an die Mentoren?
[Eure Antwort]
Wie sieht euer Geschäftsmodell aus? Beschreibe in ein paar kurzen Sätzen. 

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